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Orderzusätze – wichtige Werkzeuge für die persönliche Handelsstrategie

Wer als Anleger erfolgreich an der Börse agieren möchte, sollte sich bereits vor der Erteilung eines Auftrages eine genaue Taktik für seine Position zurechtlegen. Intelligente Orderzusätze können dabei helfen, die selbst definierten Ziele umzusetzen, ohne permanent das eigene Depot im Auge behalten zu müssen, und gehen über die gewöhnlichen Limit-Orders hinaus:

TRAILING-STOP

Trailing-Stops bieten in steigenden Märkten eine hervorragende Möglichkeit, angesammelte Gewinne in einer Position laufen und den zu Beginn definierten Stop dynamisch anpassen zu lassen.

Und so funktioniert`s: Anleger setzen bereits bei der Ordererteilung einen Trailing-Abstand fest. Während bei einer gewöhnlichen Stop-Loss-Order der Stop-Loss starr fixiert ist, passt das Handels­system den automatischen Verkaufskurs mit steigenden Kurs­notierungen nach oben hin im gewählten Abstand an. Dabei haben Anleger die Wahl, den Trailing-Stop als absoluten oder prozentualen Wert vom aktuell gültigen Börsenkurs zu bestimmen. Fällt der Kurs des Wertpapiers, verbleibt der Stop auf seinem zuletzt erreichten          

Niveau. Bei einem Unterschreiten der Stop-Loss-Marke wird die Order unlimitiert in den Markt gegeben.

In einem steigenden Markt zieht das vorgegebene Absicherungs­niveau also dynamisch mit und sichert im Falle einer Trendumkehr die angelaufenen Kursgewinne konsequent ab. Auch bei Kaufaufträgen kann ein Trailing-Stop hilfreich sein, um einen möglichst günstigen Einstieg zu finden. Oberhalb des aktuellen Kursniveaus gesetzt, wird der Stop-Buy bei fallenden Kursen dynamisch nach unten hin angepasst. Zieht der Kurs des Wertpapiers an, bleibt der Stop-Buy unverändert auf dem zuletzt erreichten Niveau und löst bei Erreichen den entsprechenden Kaufauftrag aus.

TRAILING-STOP
 

ONE CANCELS
OTHER

 

FILL OR KILL
 

ONE CANCELS OTHER (OCO)

Mit dem Orderzusatz One Cancels Other können zwei eigenständige Orders aufgegeben und miteinander verknüpft werden. Wird eine Order davon ausgeführt, so wird die andere automatisch aus dem System gelöscht. In der Praxis lässt sich somit bspw. für eine bestehende Position sowohl eine Stop-Loss-Order zur Absicherung nach unten als auch ein Verkaufslimit für den Fall weiter steigender Kurse definieren. Je nachdem, welche Marke durch den Kurs zuerst erreicht wird, kommt es zum entsprechenden Verkauf und der                 

Löschung der noch verbleibenden Order im System. Der One-Cancels-Other-Zusatz lässt sich auch bei einem Kaufauftrag anwenden, bei dem auf der einen Seite mit einem Kauflimit möglichst günstig in eine Position eingekauft werden soll, auf der anderen Seite gleichzeitig aber auch ein Stop-Buy-Limit für den Fall in den Markt gelegt werden kann, dass der Aktienkurs unerwartet nach oben davonzieht. Auch im Kaufszenario wird bei Ausführung einer Order die andere automatisch im System gelöscht.

 

Nach der Vorstellung des Trailing-Stops und dem Orderzusatz One Cancels Other in der vergangenen Ausgabe der brokerportNEWS führen wir unsere kleine Serie heute mit zwei weiteren Zusätzen fort:

FILL OR KILL (FOK)

Strenge Limit-Orders sind gerade in wenig liquiden Underlyings extrem wichtig. Bei größeren Stückzahlen laufen Anleger dann jedoch Gefahr, die jeweilige Order häppchen­weise oder nur zum Teil ausgeführt zu bekommen, was mitunter höhere Gebühren nach sich ziehen kann. Mit einer Fill-or Kill- Order (deutsch: erfülle oder vernichte) legen Trader fest, dass ein Auftrag vom System nur sofort vollständig in der gewünschten Stückzahl oder gar nicht ausgeführt wird. Sofern eine komplette Ausführung zum Auftrags­zeitpunkt nicht möglich ist, wird die Order sofort wieder gelöscht. Allerdings kann es auch bei einem Fill-or Kill-Orderzusatz zu Teil­ausführungen mit unterschiedlichen Kur­sen und verschiedenen Kontra­henten kom­men – sofern die Limitorder vom System eben unmittelbar und komplett ausgeführt werden kann.

IMMEDIATE OR CANCEL (IOC)

Wie bei einer Fill-or-Kill-Order stellen Anleger mit dem Orderzusatz Immediate-or- Cancel (deutsch: unmittelbar oder löschen) die Bedingung, dass ihr Kauf- oder Verkaufs­auftrag unmittelbar ausgeführt werden muss bzw. gelöscht werden soll, sofern eine sofortige Ausführung nicht möglich ist. Aller­dings eröffnet der Immediate-or- Cancel-Zusatz die Möglichkeit, die Order auch nur zum Teil und damit so vollständig wie möglich auszuführen. Nicht ausgeführte Stückzahlen des Gesamt­auftrages werden nicht in das Orderbuch aufgenommen und gelöscht, wäh­rend der andere Teil ausgeführt wird. Der IOC-Orderzusatz ist damit für Anleger geeig­net, die mit einer Ausführung ihres Auftrages auch dann einverstanden sind, wenn nur ein Teil der vorgesehenen Stückzahl zu den Spesen der Ordererteilung abgewickelt wer­den kann.

ALL OR NONE (ANO)

Aufträge, die nur komplett ausgeführt werden sollen, können auch mit dem Orderzusatz All or None versehen werden. Bei einer ANO-Order bleibt der Auftrag den kompletten Handelstag über im System, das fortlaufend überwacht, ob die eingestellte Order komplett ausgeführt werden kann. Kommt eine Ausführung bis zum Handelsschluss nicht zustande, wird die entsprechende Order automatisch gelöscht.


Was ist eigentlich ein Market Maker?

Hinter dem Begriff Market Maker oder (wörtlich ins Deutsche übersetzt) dem Marktmacher versteht man die Partei an der Börse oder einem anderen Marktplatz, die, wie der Name es bereits sagt, den Markt macht. Denjenigen also, der dafür sorgt, dass ein Handel zustande kommen kann. Grundsätzlich ist ein Markt ein Ort (ob geographisch oder virtuell), an dem Käufer und Verkäufer aufeinander treffen und ihre Waren und Dienstleistungen gegen Geld tauschen. Auf dem Kapitalmarkt können dies Aktien, Fonds, ETF, Rohstoffe, Derivate etc. sein. Der klassische Market Maker an einer deutschen Börse war der Kursmakler oder auch Skontroführer. Später nannte man ihn auch Designated Sponsor, wenn er z.B. im Auftrag der jeweiligen Aktiengesellschaft agierte. Er verpflichtet sich, für bestimmte Wertpapiere verbindliche An- und Verkaufskurse für bestimmte Stückzahlen zu zeigen und auch darauf bei Bedarf zu handeln. Die Differenz aus An- und Verkaufskurs, wie man sie auch vom Sortengeschäft am Bankschalter kennt, wird im Fachjargon Spread genannt und ist, vereinfacht gesagt, der Lohn des Market Makers. Dabei ist Market Maker kein geschützter Begriff. In einer Aktie kann es durchaus mehrere konkurrierende Market Maker geben, die versuchen, sich den Spread zu verdienen.

Emittent als Market Maker

Bei derivativen Instrumenten wie Zertifikaten, Optionsscheinen oder Aktienanleihen ist in der Regel der Emittent dieser Papiere auch gleichzeitig der Market Maker. Er gewährleistet damit Liquidität in sei­nen Produkten. Der Irrglaube, dass immer ein anderer Privat­an­leger an der Börse vorhanden sein muss, damit ich mein Discount- Zertifikat verkaufen kann, ist nach wie vor weit verbreitet, trifft deshalb aber noch lange nicht zu.

Der Emittent wird beide Seiten, sowohl den Käufer als auch den Verkäufer, bedienen, es sei denn, der Makler an der Börse stellt fest, dass es für beide Privatanleger sinnvoller wäre, wenn er sie gegen­einander ausführt. In diesem Fall bleibt der Emittent außen vor. Im außerbörslichen Handel wird hingegen das Geschäft immer mit dem Emittenten abgewickelt.

Aktien

Fonds

ETF

Derivate

Market Maker ist nicht gleich Market Maker

Als eine der wichtigsten Kennzahlen sollten Marktteilnehmer auf den Spread eines Wertpapiers achten, dabei aber die angebotene Stückzahl nicht außer acht lassen. Ein enger Spread für eine geringe Stückzahl ist für einen Anleger, der eine große Stückzahl handeln will, ohne Bedeutung. Ein maßgeblicher Einflussfaktor auf den Spread ist die Handelszeit. Will der Investor während der Öffnungszeiten an der Heimatbörse die Aktie handeln, oder außerhalb der Öffnungszeiten? Sollen die 1000 Microsoft-Aktien in Frankfurt um 13:00 Uhr MEZ oder um 17:00 Uhr MEZ gekauft werden? Um 17:00 Uhr wird der Spread erheblich geringer sein, weil der Makler an der Frankfurter Börse leicht in New York die Microsoft-Aktien nachkaufen kann, während er um 13:00 Uhr auf

der Position sitzen bleibt und hoffen muss, dass die Aktie in New York nicht erheblich höher eröffnen wird, sonst erleidet er einen Verlust. Der höhere Spread, den der Makler verlangt, ist also eine Art Risikoprämie. Auch wenn Derivate bis 22:00 Uhr mitunter sogar bis 23:00 Uhr gehandelt werden – diese Problematik besteht dort gleichermaßen. Ein Mini Future auf Daimler um 21:30 Uhr handeln zu wollen geht in aller Regel mit einem höheren Spread einher, als das gleiche Produkt um 17:00 Uhr zu traden. Kommen dann noch Turbulenzen an den Börsen hinzu, die ein dramatisches Ansteigen der Volatilität an den Märkten mit sich bringen, zeigt sich die wahre Qualität des Market Maker.

Was ist eigentlich die HÜSt?

Als eine von mehreren Institutionen gehört die Handelsüberwachungsstelle (HÜSt) zu den eigenständigen Organen der Marktaufsicht und überwacht mit direktem Kontakt zum Markt die Preisfeststellungen. Das deutsche Börsengesetz schreibt vor, dass an jeder Börse eine Handelsüberwachungsstelle bestehen muss. Die Aufgaben der HÜSt sind im Paragraph 7 Absatz 1 des Börsengesetzes klar definiert. Als eigenständiges Börsenorgan überwacht sie den Börsenhandel sowie die Geschäftsabwicklung und führt bei Verstößen gegen das bestehende Regelwerk die erforderlichen Ermittlungen durch. Zu den dringlichsten Aufgaben der HÜSt gehört damit die Analyse der in Börsenhandel und Börsengeschäftsabwicklung auflaufenden Daten, die man systematisch und lückenlos erfasst und anschließend auswertet.

Datenauswertung mit speziellen Computerprogrammen

Aufgrund der enormen Datenmenge ist die Auswertung nur über spezielle Computerprogramme, die u.a. nach typischen Verhaltens­mustern und Auffälligkeiten suchen, möglich. Hierzu gehört die Über­wa­chung der Preisfeststellungen durch die Skontroführer, das Handels­verhalten der Markt­teilnehmer sowie die Einhaltung der börsenrechtlichen Vorschriften und Anordnungen. Zu möglichen Verstößen können bspw. abgesprochene Geschäfte zwischen Marktteilnehmern gehören, Preisbeeinflussungen oder die Bevor­zugung des Eigenhandels gegenüber dem Kundenhandel. Stellt die Handelsüberwachungsstelle bei der Analyse und Auswertung des Datenmaterials Unregelmäßigkeiten oder Auffälligkeiten fest oder wird sie von Markt­teilnehmern auf solche hingewiesen, kann sie im Rahmen vertiefender Ermittlungen Dokumente und Handels­unterlagen bei den Markt­teilnehmern einsehen, Marktteilnehmer befragen oder die eigenen Ermittlungsergebnisse mit den Er­kenntnis­sen anderer Aufsichtsbehörden vergleichen. Werden die Ansatzpunkte durch die Ermittlungen bestätigt, informiert die HÜSt im nächsten Schritt die Geschäftsführung der Börse ebenso wie die Börsenaufsicht.

Auch die Übermittlung von Erkenntnissen an andere Börsen und Handelsüberwachungsstellen ist möglich. Nach einer Prüfung des Falls können Börse und Börsenaufsicht den Vorgang an den Sanktions­ausschuss abgeben, der verschiedene Sanktionen aus­sprechen kann. Das Strafmaß reicht dabei von einer Abmahnung über eine Strafzahlung bis hin zum Widerruf der Börsenzulassung. Bei Markt­manipulation und Insiderhandel übermittelt die HÜSt lediglich Hinweise und Analysen an die BaFin, die bei solchen Verdachts­momenten deutschlandweit die Ermittlungen führt. Damit gilt die HÜSt als eine Art Börsenpolizei, die sich um die Handelsintegrität kümmert und einen fairen Handel gewährleistet. Sie ist gleichzeitig erster Ansprechpartner für Anleger, die Unregelmäßigkeiten beim Zustandekommen eines Preises vermuten oder Fragen zu Handels­aussetzungen einzelner Wertpapiere, Preisfeststellungen oder zu Teilausführungen haben. Privatanleger können sich telefonisch an die Handelsüberwachungsstellen wenden, die Kontaktdaten werden auf den Webseiten der jeweiligen Börsenplätze zur Verfügung gestellt.


Das Demokonto

Seit dem Start im Januar 2014 wird brokerport von Kunden, Interessenten und der Presse sehr gut angenommen. Diverse Test­berichte und begleitende Kommentare zum Marktstart be­scheini­gen immer wieder, dass brokerport mit den innovativen Preis­modellen die richtige Strategie verfolgt und den Zeitgeist trifft.

Nun ist das Lesen von Einschätzungen Dritter schön und gut – ersetzt aber nicht die eigenen Erfahrungswerte. Vor diesem Hintergrund stellt brokerport interessierten Anlegern einen kostenfreien Testzugang zur Verfügung, über den User die brokerport-Oberfläche sowie die dazu gehörenden Features auf Herz und Nieren prüfen können. Zeitlich unbegrenzt können sich Anleger hierbei ein eigenes umfangreiches Bild vom kompletten Serviceangebot der Bank machen und in aller Ruhe über eine mögliche Konto- und Depoteröffnung entscheiden. Über die Homepage www.broker-port.de gelangen Internetnutzer auf die Startseite von brokerport, wo durch die Eingabe der Zugangsdaten im Anmeldefeld rechts oben der Zugang zur Demoversion zur Verfügung steht. brokerport bietet Interessenten mit dem Demokonto eine kostenlose Versuchsumgebung an, die einen ausgiebigen Test sämtlicher Funktionen ermöglicht.

Sind die Zugangsdaten erst einmal eingegeben, gelangen Tester auf das brokerport-Cockpit. Über diese Schaltzentrale des Online-Bankings haben Kunden alles im Blick: Von Konto- und Depotständen über Festgeldanlagen bis hin zu den noch verfügbaren freien Orders aus den gebuchten Preispaketen erhalten Kunden auf einen Blick die wichtigsten Informationen zum eigenen Vermögen sowie die wichtigsten Marktentwicklungen und Wirtschaftsnachrichten. Vom Cockpit aus lässt sich per Mausklick zu zahlreichen Funktionen und Services navigieren, die brokerport-Kunden nach einer Konto- und Depoteröffnung ebenso zur Verfügung stehen. So können Nutzer bspw. über die Handelsoberfläche innerhalb der Demoversion eine komplette Order vorbereiten oder die einfache Eingabe einer Online-Überweisung ebenso testen wie das Abrufen von kontospezifischen Daten.

Das Demokonto steht ab sofort kostenfrei und zeitlich unbegrenzt zur Verfügung. Ohne Angabe von personenbezogenen Daten finden Nutzer über die Website www.broker-port.de einen unmittelbareren Zugang.


brokerport-Apps – mobile Begleiter

Über den Online-Zugang können brokerport-Kunden von überall aus einfach und bequem auf ihr Konto und Depot zugreifen und das komplette Vermögen verwalten. Denn nicht immer stehen für die Bankgeschäfte PC oder Laptop zur Verfügung, die Ansichten und die Bedienung über das Browserfenster mobiler Endgeräte sind je nach Displaygröße meist mühsam und wenig komfortabel. Um den Ansprüchen von brokerport gerecht zu werden, stets einen nutzerfreundlichen Zugang und größtmögliche Flexibilität anzubieten, stehen im App-Store ab sofort „COCKPIT“ und „brokerport TRADER“ sowohl für iOS- als auch für Android-Systeme zum kostenfreien Download bereit. Beide Apps ermöglichen in optimierter Darstellung die komfortable Nutzung des brokerport-Angebotes.

COCKPIT

Einen jederzeit umfangreichen Überblick über die eigene Vermögenssituation bietet „COCK­PIT“, die mobile Schaltzentrale des Konto- und Depotzugangs. Durch den übersichtlichen Me­nüaufbau lässt sich leicht zu den ge­wünschten Informationen navigieren, alle         

Konten und Depots können angezeigt werden. So verschaffen sich brokerport-Kunden jederzeit eine Übersicht über Depot­bestände, Kontenbewegungen und Umsätze oder erledigen von unterwegs aus eine Über­wei­sung. Selbst Börsenorders lassen sich             

über „COCKPIT“ in Auftrag geben, wobei brokerport für Börsengeschäfte gleich noch eine professionelle Trading-App bereithält.

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COCKPIT

brokerport TRADER

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brokerportTRADER

Jederzeit und von überall aus können sich aktive Anleger mit der Trading-App „broker­port TRADER“ über die aktuelle Entwicklung an den Finanzmärkten informie­ren und bei Bedarf mit einer entsprechenden Order reagieren. Auf einen Blick finden Nutzer eine Übersicht der momentan in den Depots befindli­chen Positionen sowie die dazu­gehöri­gen Konten inklusive der zur Verfügung ste­hen­den Kaufkraft. Per Realtime-Push-Kurse     

für die Börse Stuttgart, Tradegate, sowie für weitere außerbörsliche Handelsplätze lassen sich die aktuellen Kurse abfragen oder Charts auf Intraday- oder historischer Basis erstellen. Die Aufgabe gleich mehrerer Orders kann bequem per Session-TAN durchgeführt wer­den. Unter der Rubrik „Orders“ finden User eine Übersicht aller Aufträge der ver­gan­ge­nen 30 Tage. Über die Funktion „News“ er­halten Nutzer die aktuellsten Meldungen zu      

den eigenen Depotwerten sowie die Mög­lich­keit, über die Suchfunktion individuell nach Unternehmensmeldungen zu suchen. Einfach und schnell lässt sich zudem eine Watchlist erstellen, mit der Anleger alle für sie interessanten Titel stets im Blick behalten können.

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Kapitalmaßnahmen ( 1 )

Aktiengesellschaften stehen verschiedene Instrumente zur Verfügung, die die Kapital- und Stimmrechtsanteile der Aktionäre betreffen. In Teil 1 stellen wir einige der wichtigsten Kapitalmaßnahmen vor.

Kapitalerhöhung gegen Bareinzahlung

Zu den häufigsten Kapitalmaßnahmen von Unternehmen zählt die Ausgabe neuer Aktien zu einem festgelegten Bezugspreis. Dabei muss die Erhöhung des Grundkapitals gegen Einlage von einer Dreiviertel-Mehrheit der Hauptversammlung beschlossen und in das Handels­register eingetragen werden. Eine Kapitalerhöhung gegen Bar­einzahlung kann sowohl ohne als auch mit einem Bezugsrecht der Altaktionärebeschlossen werden, das den Aktionären die Wahrung ihres Stimmrechtsanteils sowie ihrer Vermögensposition ermöglicht.     

Sollte bei der Kapitalerhöhung das Bezugsrecht der Altaktionäre ausgeschlossen werden, darf sie 10 % des vorherigen Grundkapitals nicht übersteigen. Eine Haupt­versammlung kann zudem einen Wert oder eine Anzahl von Aktien zur Durchführung einer Kapitalerhöhung vorab zur Verfügung stellen. Dieses „genehmigte Kapital“ steht dem Vorstand für längstens fünf Jahre zur leichteren und flexiblen Kapitalbeschaffung zur Verfügung.


Kapitalherabsetzung

Bei dieser Kapitalmaßnahme wird das Grund­kapital reduziert – ein Schritt, der in erster Linie nach einer vollständigen Auf­zehrung der stillen und offenen Reserven vollzogen wird. Aus Gründen des Gläubiger­schutzes sind die Richtlinien für eine Kapital­herabsetzung be­sonders streng. Im Aktien­recht werden drei Formen unter­schie­den: Eine ordentliche Ka­pital­herab­set­zung dient zur Teil­rück­zah­lung des Grund­kapitals zum Abbau von Über­kapitalisie­rungen, zum Aus­gleich von Verlust­vorträgen oder zur Er­hö­hung der Rücklagen. Durch eine ver­einfachte Kapitalherabsetzung können Wert­min­de­run­gen oder sonstige Ver­luste aus­geglichen wer­den, weshalb sie in der Praxis auch als Sa­nierung bezeichnet wird. Schließ­lich kann eine Kapital­herab­set­zung auch durch den Einzug von Aktien erfol­gen, der zwangsweise oder durch freien Rück­kauf am Markt möglich ist. Voraus­setzung hierfür ist neben einer noch vor­handenen Finanz­kraft der Gesell­schaft auch eine Unterpari-Notierung.

Reverse Split

Diese Kapitalmaßnahme ist das Gegenteil eines Aktiensplits, bei dem Aktien der Gesellschaft zusammengelegt werden. Zum Stichtag wird dem Aktionär die Stückzahl seiner Aktien in einem festgesetzten Bezugsverhältnis vermindert. Auch hier vollzieht der Markt diese Maßnahme in der Regel nach und lässt den Börsenkurs der Aktie gewöhnlich um das Bezugsverhältnis steigen, sodass praktisch keine Auswirkungen auf den Gegenwert einer Aktienposition zu erwarten sind.

Aktiensplit

Bei einem Aktiensplit werden den Aktionären einer Aktiengesellschaft vom Unternehmen gemäß eines festgesetzten Bezugsrechts Aktien ohne Gegenleistung zur Verfügung gestellt. Die Zahl der ausstehenden Aktien wird hierdurch erhöht, der Nominalwert entsprechend reduziert. Erfolgt der Aktiensplit bspw. im Verhältnis 1:2, haben Aktionäre ab dem Tag der Kapitalmaßnahme die doppelte Anzahl an Aktien im Depot. Da sich in der Praxis der Kurs der Aktie den neuen Stückzahlen anpasst und in diesem Fall um rund 50 % nachgeben dürfte, ändern Aktiensplits in der Regel nichts am Gegenwert der Aktienposition. Aktiensplits werden von Gesellschaften gerne nach stark gestiegenen Kursen durchgeführt, um die Aktien für Investoren optisch wieder attraktiver zu machen.


Kapitalmaßnahmen ( 2 )

Aktiengesellschaften stehen verschiedene Instrumente zur Verfügung, die die Kapital- und Stimmrechtsanteile der Aktionäre betreffen. In Teil 2 liegt der Schwerpunkt dieses Mal auf Kapitalmaßnahmen rund um eine Fusion.

Fusion

Bei einer Fusion schließen sich zwei eigenständige Unternehmen zu einer rechtlichen und ökonomischen Einheit zusammen, die in der Praxis ein ökonomisches Problem mit sich bringt: Es muss eine Aus­gleichsleistung definiert werden, die das übernehmende Unter­neh­men an die übertragenden Gesellschafter erbringt. Im Rahmen einer Fusionsbilanz werden hierzu die Vermögens- und Kapitalbestände          

der beiden Gesellschaften errechnet. Sie dient anschließend als Grundlage dafür, in welchem Umtauschverhältnis die übertragenden Gesellschafter z.B. Aktien der übernehmenden Gesellschaft erhalten. Anschließend werden die beiden Bilanzen der fusionierenden Unter­nehmen unter Verrechnung gegenseitiger Ansprüche zusammen­gefasst.


Bedingte Kapitalerhöhung

Zur Vorbereitung auf eine Fusion kann ein Unternehmen eine bedingte Kapitalerhöhung durchführen – nämlich dann, wenn von einem Umtausch- oder Bezugsrecht Gebrauch gemacht werden kann, das von der Gesellschaft auf hierfür neu zu emittierende Aktien eingeräumt wurde.

Die Erhöhung des Grundkapitals findet unter der Bedingung statt, dass die Berechtigten von ihrem Vorrecht Gebrauch machen.

Das Aktiengesetz erlaubt eine bedingte Kapitalerhöhung neben Fusionen auch bei der Ausgabe von Belegschaftsaktien oder zur Sicherung von Rechten der Kapitalgeber, die – verknüpft mit Ansprüchen aus einem Kredit – auch Umtausch- oder Bezugsrechte auf Aktien besitzen.

Übernahme- /Umtausch- /Abfindungsangebot

Hier erhalten die Aktionäre der zu übernehmenden Gesellschaft vom übernehmenden Unternehmen ein Angebot zur Rückgabe ihrer Aktien zu einem festgelegten Preis oder gegen eine definierte Anzahl von Aktien (meist) der übernehmenden Gesellschaft. Behält sich die übernehmende Gesellschaft eine Prorata-Zuteilung vor, ist nicht sicher, ob sie alle oder nur einen Teil der ihr angebotenen Aktien erwirbt. Mit einem Umtauschvorbehalt koppelt die übernehmende Gesellschaft ihr Kaufangebot an einen ihr angebotenen Prozentsatz oder eine Stückzahl. Erst wenn die so definierte Mindestmenge der Gesellschaft zum Kauf angeboten wird, tritt das Abfindungsangebot in Kraft. So kann ein Unternehmen sicherstellen, dass eine Übernahme erst ab der Schwelle rechtsverbindlich wird, ab der sie für die Gesellschaft sinnvoll erscheint.


Obligatorische Barabfindung

Eine obligatorische Barabfindung ist eine zwangsweise Barabfindung bspw. aufgrund einer Fusion. Eine solche Kapitalmaßnahme kann vom Unternehmen aber auch im Zuge von Kapitalherabsetzungen oder als Liquiditätsausschüttung durchgeführt werden. Bei einem solchen Schritt wird die Aktie anschließend in der Regel mit einem entspre­chenden Kursabschlag an der Börse weitergehandelt.

Rückkaufangebot

In den meisten Fällen unterbreitet die übernehmende Gesellschaft den Aktionären der Zielgesellschaft ein Übernahme- bzw. Abfindungs­angebot für ihre Aktien.
Kommt ein solches Angebot allerdings von der Zielgesellschaft selbst im Vorfeld einer Fusion, ist von einem Rückkaufangebot an die Aktionäre die Rede.


Wertpapiersparen

Mit kleinen Beträgen zum großen Vermögen
 
Wer langfristig ein Vermögen aufbauen will, um im Alter ein finanziell sorgenfreies Leben führen zu können, kommt an Wertpapiersparplänen kaum vorbei. Denn mit Hilfe von Sparplänen können Anleger schon mit kleinen Beträgen langfristig ein Vermögen aufbauen, auf lange Sicht sind Jahresrenditen zwischen 4 % und 8 % durchaus realistisch.

Monatliche, vierteljährliche oder jährliche Intervalle sind möglich

Anlegen mit Sparplänen funktioniert denkbar einfach: Monatlich wird ein Betrag in ein bestimmtes Wertpapier investiert. Wie bei einem direkten Investment an der Börse hat der Anleger auch bei einem Sparplan die Wahl, in welches Wertpapier er investieren möchte. Darüber hinaus legt der Anleger im Vorfeld fest, welchen Betrag er in festgelegten Zeitabständen in den Sparplan einzahlen möchte. Je nach                

finanziellem Spielraum können Anleger Sparpläne mit kleineren oder größeren Beträgen in monatlichen, vierteljährlichen oder jährlichen Intervallen in den Sparplan einzahlen. Die derzeit zur Verfügung stehenden Sparpläne bei brokerport können bereits ab monatlichen Sparraten von 50 Euro gestartet werden. Ändert sich die finanzielle Situation des Sparers im Laufe der Zeit, können die Sparraten bis zur                

Mindestsparrate einfach reduziert oder erhöht werden. Selbst eine Aussetzung der Sparraten, zwischenzeitliche Verkäufe von Wertpapieranteilen oder gar die Auflösung des Sparplans sind jederzeit möglich, was gegenüber anderen, oftmals stark reglementierten Anlageformen einen nicht zu unterschätzenden Vorteil mit sich bringt.


Cost Average-Effekt erhöht die Gesamtrendite

Der gewünschte Betrag wird zum jeweiligen Intervallzeitpunkt in das gewählte Wertpapier investiert. Steigen die Kurse des Wertpapiers werden entsprechend dem Anlagebetrag weniger Stücke gekauft, gehen die Kurse zurück werden umgekehrt mehr Anteile für das Depot erworben. Mit diesem „Cost Average-Effekt“ können Marktschwankungen gut ausgeglichen und Risiken reduziert werden, agieren Anleger in Sparplänen also stets antizyklisch und zahlen für ihre Anlage nur einen Durchschnittspreis.

Dieser Durchschnittskosteneffekt wirkt sich zumeist sehr positiv auf die langfristige Ren­dite aus. Laut einer Studie aus dem ver­gan­genen Jahr konnten Anleger, die im Januar 2000 einen Einmalbetrag von 16`700 Euro in den Dax investierten, ihr Kapital bis zum Oktober 2013 auf EUR 21`566 Euro ver­meh­ren. Wer über den gleichen Zeitraum im Rahmen eines Sparplanes 100 Euro in den Dax investierte, verfügte am Ende der Lauf­zeit hingegen über ein Vermögen von 28`036 Euro.

Die Gesamtrendite des Sparplans lag mit 67,9 % also deutlich über den 29,1 % der Einmaleinlage. Gerade für Anleger, die sich selbst wenig um ihre eigenen Investitionen kümmern können, sind Sparpläne eine interessante Möglichkeit des Vermögens­aufbaus. Im Vorfeld die Parameter des Sparplans einmal abgesteckt, läuft dieser bis auf Widerruf automatisch über die definierte Laufzeit, ohne dass sich der Anleger weiter damit beschäftigen muss.


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